Zurück zum Wiki
Kirchengebäude

Kapelle

Eine Kapelle ist ein kleines Kirchengebäude — von der Wegkapelle bis zur Schlosskapelle gibt es viele Formen.

Eine Kapelle ist ein kleines Kirchengebäude oder Gebetsraum, der für gottesdienstliche Zwecke genutzt wird. Der Begriff kommt vom lateinischen "cappa" (Mantel) — ursprünglich bezeichnete er den Raum, in dem der Mantel des Heiligen Martin aufbewahrt wurde.

Arten von Kapellen

Wegkapelle / Feldkapelle

Die häufigste Form im ländlichen DACH-Raum: kleine, oft an Feldwegen oder Kreuzungen stehende Kapellen. Sie dienen der Volksreligiosität, werden zum Gebet aufgesucht, oft mit Blumen und Kerzen geschmückt.

Friedhofskapelle

Auf Friedhöfen steht meist eine Aussegnungshalle oder Friedhofskapelle — für Trauerfeiern und die Aufbahrung der Verstorbenen.

Klosterkapelle

Teil eines Klosters — für das Gebet der Mönche oder Nonnen (Stundengebet, Konventmesse).

Schloss- und Hauskapelle

Adelshäuser und größere Herrenhäuser hatten eigene Kapellen für die Familie und Bediensteten.

Krankenhauskapelle / Anstaltskapelle

In Krankenhäusern, Gefängnissen und anderen Institutionen gibt es oft eine Kapelle als Raum der Stille und Seelsorge.

Wallfahrtskapelle

Viele Wallfahrtsorte in DACH haben eine Kapelle als Gnadenbild-Ort (z.B. Mariazell, Altötting).

Berühmte Kapellen in DACH

  • Sixtinische Kapelle (Rom, gehört zur katholischen Weltkirche)
  • Magdalenenkapelle in Hildesheim (romanisch)
  • Bruder-Klaus-Kapelle in Wachendorf (moderne Kunstkapelle)
  • Michaelskapelle auf dem Michaelsberg (Siegburg)

Kapelle vs. Kirche

Eine Kapelle hat in der Regel keinen eigenen Pfarrer und ist keine eigenständige Pfarrgemeinde. Sie kann aber regelmäßig für Gottesdienste genutzt werden.