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Kirchliche Ämter

Seelsorge

Seelsorge ist der persönliche, spirituelle Beistand durch die Kirche — in Krankenhäusern, Gefängnissen, Schulen und in der Gemeindearbeit.

Seelsorge (von "Sorge um die Seele") bezeichnet die persönliche, geistliche Begleitung von Menschen durch Pfarrer, Priester, Diakone und ausgebildete Ehrenamtliche. Sie ist ein Kernauftrag aller christlichen Kirchen.

Arten der Seelsorge

Gemeindliche Seelsorge

Der Pfarrer oder die Pfarrerin besucht Gemeindemitglieder zu Hause, im Krankenhaus, im Pflegeheim. Seelsorge in der Gemeinde umfasst:

  • Krankenkommunion / Krankensalbung (kath.)
  • Hausbesuche bei Trauernden
  • Gespräche bei Lebenswendepunkten (Taufe, Konfirmation, Hochzeit, Beerdigung)

Krankenhausseelsorge

In fast allen großen Kliniken arbeiten hauptamtliche Krankenhausseelsorger — katholisch und evangelisch. Sie besuchen Patienten, Sterbende und Angehörige, unabhängig von der Konfession.

Gefängnisseelsorge

Gefängnisseelsorger arbeiten in Justizvollzugsanstalten und begleiten Gefangene spirituell und menschlich.

Schulseelsorge

An vielen Schulen gibt es Schulseelsorger, die Schüler bei persönlichen Krisen, Mobbing, Trauer und Glaubensfragen begleiten.

Notfallseelsorge

Bei Katastrophen, Unfällen und plötzlichen Todesfällen kommen Notfallseelsorger zum Einsatz — ausgebildete Ehrenamtliche und Hauptamtliche, die Menschen in der ersten Schock- und Trauerphase begleiten. In Deutschland ist Notfallseelsorge oft Teil des Rettungsdienstes.

Telefonseelsorge

Rund um die Uhr erreichbar:

  • Deutschland: 0800 111 0 111 (evangelisch) und 0800 111 0 222 (katholisch) — kostenlos, anonym
  • Österreich: 142 (Telefonseelsorge Austria)
  • Schweiz: 143 (Die Dargebotene Hand)

Wer leistet Seelsorge?

  • Pfarrer und Priester (ordinierte Seelsorge)
  • Pastoralreferenten und Gemeindereferenten (kath.)
  • Diakone
  • Ausgebildete Ehrenamtliche ("Seelsorgehelfer")