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Konfessionen

Pfingstgemeinden (Pfingstbewegung)

Pfingstgemeinden sind charismatische Freikirchen, die die unmittelbare Erfahrung des Heiligen Geistes betonen.

Die Pfingstbewegung (Pentecostalismus) ist die am schnellsten wachsende christliche Bewegung weltweit mit geschätzten 500–600 Millionen Anhängern. Sie entstand Anfang des 20. Jahrhunderts in den USA.

Geschichte

Der Ursprung wird oft auf die Azusa Street Revivals in Los Angeles (1906) zurückgeführt. Dort kam es zu Berichten über Zungenreden, Heilungen und intensive Gotteserfahrungen. Die Bewegung verbreitete sich schnell über die Welt, auch nach Europa.

Kernüberzeugungen

  • Taufe im Heiligen Geist: Eine Erfahrung nach der Bekehrung, oft begleitet von Zungenreden (Glossolalie)
  • Geistesgaben: Heilung, Prophetie, Zungenreden, Auslegung der Sprachen — gegenwärtig und real
  • Expressiver Gottesdienst: Laute Gebete, Lobpreis, körperliche Ausdrucksformen (Hände heben, Weinen)
  • Gläubigentaufe durch Untertauchen
  • Bekehrungserlebnis als Voraussetzung der Mitgliedschaft

Pfingstgemeinden in DACH

  • Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP): ca. 35.000 Mitglieder in Deutschland
  • Assemblies of God: internationale Bewegung, auch in DACH vertreten
  • Viele kleine, unabhängige Pfingstgemeinden in Städten
  • In Österreich und der Schweiz gibt es mehrere Pfingstkirchen in den Städten

Gottesdienst in der Pfingstgemeinde

Pfingstgottesdienste sind oft dynamisch und emotional:

  • Moderne Lobpreismusik (Band mit Gitarre, Schlagzeug)
  • Intensive Gebetszeiten
  • Lange Predigten mit Aufruf zur Entscheidung ("Altarrufe")
  • Gebet für Kranke und Gaben des Geistes