Ökumene
Ökumene bezeichnet die Bewegung zur Einheit der christlichen Kirchen.
Ökumene (griechisch "oikoumene" = die bewohnte Erde) ist die Bewegung zur Annäherung und Einheit der christlichen Konfessionen. Sie entstand im 20. Jahrhundert als Reaktion auf die jahrhundertelange Konfessionstrennung.
Meilensteine
- 1910 — Weltmissionskonferenz Edinburgh: Beginn der modernen ökumenischen Bewegung
- 1948 — Gründung des Ökumenischen Rats der Kirchen (Genf)
- 1962-65 — Zweites Vatikanisches Konzil öffnet die Katholische Kirche für die Ökumene
- 1999 — Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre zwischen Katholischer Kirche und Lutherischem Weltbund
Ökumene in DACH
Deutschland
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) verbindet 17 Mitgliedskirchen und gemeinsame Initiativen. Der Ökumenische Kirchentag findet alle paar Jahre statt.
Österreich
Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich umfasst 16 Kirchen. Katholiken und Protestanten arbeiten in Bildung, Diakonie und Mission eng zusammen.
Schweiz
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK) koordiniert ökumenische Projekte. In vielen Pfarreien gibt es gemeinsame Gottesdienste zur Einheitswoche.
Bleibende Differenzen
Trotz vieler Fortschritte bestehen zwischen den Konfessionen weiterhin Unterschiede — insbesondere beim Amt (Ordination, Priestertum), der Eucharistie (gegenseitige Zulassung), der Ekklesiologie (Selbstverständnis der Kirche) und der Mariologie.