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Kirchliche Amtshandlungen

Firmung

Die Firmung ist das katholische Sakrament der Vollendung der Taufe — gespendet durch den Bischof mit Handauflegung und Chrisam-Öl.

Die Firmung ist das dritte Initiationssakrament der Römisch-katholischen Kirche, nach Taufe und Erstkommunion. Durch sie wird die Taufe "vollendet" und die Gabe des Heiligen Geistes empfangen.

Was ist die Firmung?

Das Wort "Firmung" kommt vom lateinischen "firmare" (stärken, befestigen). Der Firmling empfängt:

  1. Handauflegung durch den Bischof (oder einen beauftragten Priester)
  2. Salbung mit Chrisam-Öl auf der Stirn, mit den Worten: "Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist."
  3. Friedensgruß des Bischofs

Damit gilt der Firmling als vollständig in die Kirche aufgenommen und bereit, seinen Glauben aktiv zu leben.

Wann und wie?

Alter

  • Deutschland: üblicherweise 14–17 Jahre, je nach Diözese
  • Österreich: oft 12–14 Jahre (manche Diözesen firmen früher)
  • Schweiz: 14–17 Jahre, je nach Bistum

Vorbereitung

  • Ein- bis zweijähriger Firmunterricht (oft in Gruppen mit dem Pfarrer oder Gemeindereferenten)
  • Mitarbeit in der Pfarrgemeinde oder einem sozialen Projekt
  • Wahl eines Firmpaten (ähnlich dem Taufpaten)
  • Wahl eines Firmnamens (eines Heiligen, oft optional)

Die Feier

  • Firmgottesdienst mit dem Bischof (oder Weihbischof / beauftragtem Priester)
  • Meist für mehrere Gemeinden zusammen in einer Kirche oder Dom

Unterschied zur evangelischen Konfirmation

| | Firmung (kath.) | Konfirmation (ev.) | |---|---|---| | Sakrament | Ja | Nein (Segenshandlung) | | Spender | Bischof | Pfarrer | | Alter | 12–17 J. | ca. 14 J. | | Zulassung | Eucharistie (schon empfangen) | Abendmahl (erst danach) |

Bedeutung im Alltag

Die Firmung ist wie die Konfirmation ein bedeutendes Familienfest in DACH. Sie wird oft mit Geschenken und einem Familienessen gefeiert.